Philip Haas von Invest4 Capital berichtet über einen schwachen November für den Fonds. Entgegen der üblichen saisonalen Stärke kam es zu einem deutlichen Rückgang von –5,7 %, vor allem bei Nebenwerten und Emerging Markets. Gründe sieht er in einer Mischung aus Faktoren: Abverkauf risikoreicher Assets (AI, Krypto), politischer Unsicherheit in Deutschland und Europa, Abflüssen institutioneller Investoren sowie Gewinnmitnahmen und Momentum-Verkäufen. Der Fonds ist bewusst kaum in AI und Krypto investiert.
Trotz des Rückschlags liegt der Fonds aufs Jahr weiterhin rund +14 % im Plus. Es wurde etwas Cash aufgebaut, um flexibel für neue Chancen zu sein. Fundamental seien viele Aktien nun attraktiver bewertet.
Portfolio-Entwicklung:
- Kernpositionen wurden leicht reduziert, um später gezielt High-Conviction-Ideen aufzustocken.
- Gewinner: u.a. ProCredit, Canadian Solar (teils mit Gewinnmitnahmen), Renewables- und Fintech-Beteiligungen.
- Verlierer: v.a. China-Fintechs (regulatorische Unsicherheit), Bumble (Tax-Loss-Selling), weitere Fintech- und Venture-Werte.
- Neue/aufgestockte Positionen: u.a. ProCredit, TeamViewer (sehr niedriges KGV, Überhang weg), Angi, Ionos, Maple Bear.
- Verkäufe: u.a. Canadian Solar, Halyk Bank sowie mehrere kleinere Low-Conviction-Positionen zur Cash-Erhöhung.
Ausblick:
- Das Portfolio weist laut fairer KGV-Bewertung ein indikatives 3-Jahres-Potenzial von ca. 38 % auf (inkl. Cash).
- Ziel bleibt, die Unterbewertung Richtung ~40 % Potenzial zu bringen und Cash bei Markterholung wieder zu investieren.
- Philip ist skeptisch gegenüber überbewerteten US-Tech-Large-Caps, AI- und Datacenter-Investments (hohe Capex, unklare Renditen).
- Er erwartet, dass Anleger wieder stärker auf weltweite, kleinere, qualitativ gute und unterbewertete Aktiensetzen könnten – dafür sieht er den Fonds gut positioniert.
Fazit: Der November war schmerzhaft, fundamental sieht Philip jedoch gute Chancen für die kommenden Jahre.
